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stehende Dampfmaschine

 

Stehende DampfmaschineDie Maschine ist im Journal Dampf Heißluft 2/2003 beschrieben, aus dem das nebenstehende Bild stammt. Es handelt sich um eine stehende Einzylinder - Dampfmaschine mit Muschelschiebersteuerung und Kreuzkopfführung. Technische Daten: Bohrung:17 mm Hub: 28 mm Schwungrad 90 mm. Den Holzsockel habe ich gegen einen schwarzen Granit vom Steinmetz getauscht. Bis auf das Schwungrad, das ich bei der Fa. Wiggers bestellt habe, handelt es sich bei dem Messing um Material das ich so nach und nach bei der Metallverwertung Braun in Augsburg, Donauwörther Str. bezogen habe. Die ersten Teile für mein neues Projekt habe ich bereits fertig. Es handelt sich um den Hauptständer. Dieser beinhaltet keine besonderen Schwierigkeiten. Das Hauptständerrohr besteht aus einem 35 mm Rundmessing, das dann bis auf den 5 mm Rand auf 26mm abgedreht wird. Innen wird auf 18 mm ausgedreht. Dann folgten die beiden Langlöcher, wie auf dem Bild zu sehen. Seitlich von diesem Rohr werden für die beiden Standfüße, eine Vertiefung von 1 mm eingefräst. Diese Teile werden dann zusammen hartgelötet. Die zwei kleinen Messingstücke dienen zur Befestigung des Hauptständers auf der Grundplatte.

So soll das Grundgerüst meiner neuer Maschine aussehen. Momentan sind die Teile nur mal provisorisch aufgestellt. Für die Grundplatte habe ich wie beim Flammenfresser einen Granitblock verwendet. Dann folgte der Zylinder und der Zylinderkopf. Der Ständer wäre dann soweit fertig. Nun war es an der Zeit den Schieberkasten mit dem Schieberspiegel Vorder- und Rückseite) anzufertigen. Dies war für mich schon eine etwas schwierigere Aufgabe. Ich stand noch am Anfang meiner Fräserkarriere. So habe ich sie öfters angefertigt und damit die Schrottkiste gefüttert. Meine Fräsarbeiten wurden aber immer besser.

SchieberkastenDas Zusammenlöten des Zylinders mit dem Schieberspiegel gestaltete sich auch schwieriger als ich dachte. Damit sich die beiden Teile nicht durch die große Hitze verziehen, habe ich aufs Hartlöten verzichtet. Ich wollte die beiden Teile nun Weichlöten. Aber der Messingzylinder wollte das Zinn nicht annehmen. Mit allen möglichen Substanzen (Essigsäure, Schwefelsäure, Zitronensäure und Lötwasser) versuchte ich das Messing zu reinigen, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin versuchte ich ein anderes Stück Messing auf der Herdplatte zu erhitzen und dann zu Verzinnen. Dies gelang sofort ohne großen Aufwand. Dadurch, dass ich mein fertige Dampfmaschine Material beim Schrotthändler besorgte, habe ich ein Stück Messinglegierung erwischt das sich nicht löten lässt. Ich tippe auf Sintermessing oder ähnliches. So musste ich den Schieberspiegel und den Zylinder neu anfertigen. Dazu habe ich vorher dieses Messing auf "Lötbarkeit" getestet. So sieht nun der gelötete Zylinder von Vorne und von der Seite aus. Der Kolben wurde aus Stahl angefertigt und mit einer Teflonschnur abgedichtet. PleuelLaut Plan sollte das Pleuel aus 3 Teilen zusammen gelötet werden. Ich entschied mich das Pleuel aus einem Stück zu fräsen. Die restlichen Einzelteile kurz vor dem Zusammenbau. Zum Einlaufen habe ich die Maschine mit Druckluft (0,5 bar) betrieben. Dabei ist auf ausreichende Schmierung zu achten.

Bau einer stehenden Dampfmaschine mit Muschel-schiebersteuerung und Kreuzkopf-führung.

Bohrung:17 mm Hub:28 mm

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